| Ich gehe davon aus, dass Sie unter einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (IBD) leiden und dass bei Ihnen das Katzenklauen-Extrakt(?) erfolgreicher war als das Salofalk. Wir wissen, dass ca. 40-50% der PatientInnen mit einer IBD alternativ-medizinische Massnahmen anwenden. Das ist verständlich und eine Realität für die meisten chronischen Erkrankungen, bei denen die schulmedizinischen Therapien nicht allen helfen kann. Bei der Anwendung von solchen Substanzen sollte grundsätzlich die Frage nach der Sicherheit/Reinheit der Substanzen beantwortet werden können. Zudem ist zu raten, dass diesen Substanzen gegenüber die genau gleichen Ansprüche gestellt werden wie an die etablierten Therapieformen. Persönlich habe ich keine Erfahrung mit Katzenklaue. In der PubMed-Datenbank gibt es keine wissenschaftlichen Berichte über diese Substanz, namentlich auch nicht im Zusammenhang mit IBD. Es handelt sich ja offenbar um ein Alkaloid aus einer Rinde einer Pflanze, die in den Anden wächst, dem antoxydative und immunmodulierend Wirkung zugesprochen wird. Vor zu hoher Dosierung wird gewarnt: Wie rein ist die Substanz in den angenotenen Formen? Ich kann Sie nicht beraten, ob Sie diese Substanz einnehmen sollen, in welcher Dosierung und wie lange, weil wir keine Daten haben.
Das ist auch der Grund, weshalb wir diese Substanzen nicht "lehren". Wir versuchen, die Inhalte zu vermitteln, die wir kennen und deren Sicherheiten, aber auch Restrisiken wir abschätzen können.
Ich bin überzeugt, dass wir mehr von dieser Substanz hören werden, falls sie wirklich einen Effekt hat.
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