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Die nachfolgende Information ist eine Antworten zu einer gestellten Patientenfragen. Wenn Sie selbst eine Frage stellen möchten, können Sie dies hier tun.

Parasiten im Enddarm?
Sehr geehrte Damen und Herren

Vor ca. 3 Monaten gelang ich zu meiner Ärztin mit der Frage, ob ich Parasiten im Darm haben könnte, ich hätte den Eindruck, wenn ich Nachts im Bett liege, etwas bewege sich im Darm (um die Afterregion). Weil ich kein Jucken hatte, meinte sie ich bilde es mir nur ein. Sie liess keine Untersuchung machen.
Vor ein paar Tage entschliess ich mich selber zu schauen und entdeckte kleine weisse sehr dünne ca.5mm weisse Würmer im Enddarm. Es juckt immer noch nicht aber ich spüre es - wie gesagt - wenn ich ganz ruhig liege.
Ich bin schockiert und möchte wissen, was ich machen soll.
Wie sieht eine Wurmkur aus. Ist es möglich, dass ich während dieser Zeit Schaden einer anderen Art bekommen habe, weil ich nicht behandelt worden bin? Es ist nämlich so, dass ich seit 2 - 3 Monaten starke Gelenkschmerzen habe und ab und zu Bauchweh.

Ich wäre sehr froh, wenn Sie mir weiter helfen könnten.
 

 
Unsere Antwort
  Ihre Beschreibung ist eigentlich charakteristisch für einen Befall des (End-)Darmes mit Enterobius vermicularis. Es handelt sich dabei um eine im Einzelfall sicher lästigen, aber harmlosen Bewohner des Dickdarmes, der jeweilen nachts seine Eier in der Analregion deponiert, was - aber nicht immer - zu lokalem Juckreiz führen kann. Auswirkungen auf den Gesamtorganismus sind nicht zu erwarten. Die Uebertragung geschieht von Mensch zu Mensch, v.a. auch von Kindern.

Massnahmen:

  1. nochmalige Konsultation beim Hausarzt: Scotchbandtest, resp. Inspektion der Analregion oder Rektoskopie.
  2. Behandlung mit Pyrantel oder Albendazol/Mebendazol mittels Einmaldosis(s.HA!) Woche 0 und 2
  3. Besprechung der Problematik mit den im gleichen Haushalt Lebenden: Vielleicht müssen alle behandelt werden!?
  4. Am Tag der Behandlung unbedingt Wechsel der Bettwäsche bei allen Beteiligten!

Rückfälle sind möglich. Nachteile wegen Verzögerung der Behandlung sind unwahrscheinlich. Falls die oben beschriebenen Beschwerden anhalten, müssen Sie gezielt evaluiert werden.

Gehen Sie die Sache gelassen an! Es ist kein Make! Viel Erfolg!

 
Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. N. Schaub
Leitender Arzt, Gastroenterologie
Medizinische Universitätsklinik
Kantonsspital
CH-4101 Bruderholz

 
Bitte beachten Sie:
Diese Antwort wurde anhand Ihrer Angaben von einem Experten nach bestem Wissen und Gewissen und frei von kommerziellen Interessen verfasst. Da wir ihre Angaben aber in Bezug auf Korrektheit und Vollständigkeit nicht überprüfen können, können wir keine Verantwortung für diese Antwort übernehmen. Wir empfehlen Ihnen deshalb diese Antwort noch mit Ihrem Arzt/Aerztin zu besprechen. Ansprüche gegenüber IBDnet.ch sind ausgeschlossen.

 

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