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Die nachfolgende Information ist eine Antworten zu einer gestellten Patientenfragen. Wenn Sie selbst eine Frage stellen möchten, können Sie dies hier tun.

Hilfe bei CUP-Syndrom
Sehr geehrte Damen und Herren,

Aufgrund der Krebserkrankung meiner Mutter möchte ich Ihnen eine Frage stellen. Meine Mutter hat ein 10 cm großes mäß. differentielles Adenokarzinom, in den Gallenwegen mit Druck auf die Pfortader. Histologische Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf den Primärherd, da es sich um eine Metastase handelt. Vermutet wird die Pankreas als Ursprungsherd(jedoch ohne Befund).
Zunächst erfolgte eine Chemotherapie mit 4 Zyklen Gemcitabine. Die Tumormarker sind zurückgegangen bis man feststellte,daß der steady state Zustand erreicht wäre. Durch Verschluß der Gallenwege erhöhten sich die Bilirubinwerte, sodaß die Chemothrapie ausgestzt wurde. Es wurde ein Stent gelegt und der Abfluß wieder hergestellt.
Die Chemo wurde ausgesetzt bis auf weiteres. Es folgte eine zunehmende Aszeetes und massive Beinödeme. Die mit Diuuretica behandelt wurden und auch weitgehend eingedämmt wurden. Wir zogen eine agressive Therapie in Betracht (Ganzkörperhyperthermie mit Carboplatin ) Aufgrund der Aszeetes bestand die Gefahr eines akuten Nierenversagens.
Meine Mutter gilt seit dem als austherapiert und wird lediglich symptomatisch behandelt.
(Mistel-Threapie läuft jetzt an)


Meine Frage lautet:

Gibt es noch irgendeine Methode , Chemotherapie von der ich nichts weiß?Was halten Sie von der Hochfrequenz-induzierten Thermotherape?

Mit freundlichen Grüßen
 

 
Unsere Antwort
  Leider ist es so, dass bei Tumorerkrankungen, die auf die Leber und Gallenwege übergreifen, die Chemotherapie häufig limitierte Wirkung hat, da für die Verstoffwechslung der Chemotherapeutika eine gesunde Leber vorausgesetzt wird. Wenn nun ein Ikterus, eine Leberfunktionsstörung mit Aszites oder ein zirrhotischer Umbau der Leber vorliegen, so kann die Chemotherapie nicht im gewünschten Masse verordnet werden.

Die Thermoablation kann bei Tumoren angewendet werden, die von gesundem Gewebe umgegeben, z.B. ein Rundherd in der Leber. Der grosse Tumor in den Gallenwegen iherer Mutter zerfällt bei Thermoablation und es besteht die Gefahr einer Leckage, weshalb diese Methode hier meistens nicht angewendet werden kann.

 
Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. Pius Heer
Gastroenterologie FMH
Olten
 
Bitte beachten Sie:
Diese Antwort wurde anhand Ihrer Angaben von einem Experten nach bestem Wissen und Gewissen und frei von kommerziellen Interessen verfasst. Da wir ihre Angaben aber in Bezug auf Korrektheit und Vollständigkeit nicht überprüfen können, können wir keine Verantwortung für diese Antwort übernehmen. Wir empfehlen Ihnen deshalb diese Antwort noch mit Ihrem Arzt/Aerztin zu besprechen. Ansprüche gegenüber IBDnet.ch sind ausgeschlossen.

 

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